Zuckerschlecken hebt ganz eindeutig die Laune. Wenigstens kurzfristig. In diesem Sinne ist der weiße Zahn- und Hüftenfeind als Notfall-Medizin durchaus zu gebrauchen.
Wer erschöpft oder missgelaunt ist, darf auch mal zum Zuckerwürfel (oder Karamell oder Bonbon) greifen: Zucker erhöht kurzfristig den Blutzuckerspiegel. Dadurch wird die Aufnahmefähigkeit des Gehirns für Tryptophan gefördert. Das wiederum wandelt der Körper in Serotonin, den Botenstoff für Glücksgefühle, um.
Diese Freude währt jedoch nicht lange: Der erhöhte Blutzuckerspiegel wird schnell wieder abgebaut. Manchmal fühlt man sich dann schlapper als zuvor und bekommt noch dazu Heißhunger auf noch mehr Süßes (und dieser Kreislauf macht dann dick).
Statt des Zuckerwürfels ist es also ratsamer, stärkehaltige Lebensmittel zu essen. Der Zucker wird durch das langsamere Verdauen gleichmäßiger ins Blut abgegeben. Da fehlt dann zwar der Spaßturbo, aber dafür ist man länger fit.