Donnerstag, 20.11.08
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Milch-Unverträglichkeit
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Was sich alles "Milch" nennt

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Vollmilch, Rohmilch, Ziegenmilch, Soja-Milch, Hafermilch ... - heißt alles Milch, ist alles was anderes! Hier eine kleine Übersicht.

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MILCH
Weil im europäischen Handel alles ordentlich bezeichnet werden muss, gibt es natürlich auch für Milch einige Regeln. Als „Milch“ darf beispielsweise nur Kuhmilch verkauft werden. Bei Milch von anderen Säugetieren, muss die jeweilige Tierart (z.B. Ziegenmilch) dazu genannt werden.



VOLLMILCH
Vollmilch ist wärmebehandelte Kuhmilch mit einem Fettgehalt von mindestens 3,5 Prozent.



FETTARME MILCH
Fettarme Milch (oder auch „Trinkmilch“) ist wärmebehandelte Kuhmilch mit einem Fettgehalt von 1,5 bis 1,8 Prozent.



MAGERMILCH
Magermilch (oder auch „entrahmte Milch“) ist wärmebehandelte Kuhmilch mit einem Fettgehalt von höchstens 0,3 Prozent.



H-MILCH
H-Milch ist ultrahocherhitzte Kuhmilch und kann – weil keimarm – bis zu drei Monate aufbewahrt werden. H-Milch schmeckt deswegen süßer, als gewöhnliche Frischmilch, weil der in der Milch enthaltene Zucker (Lactose) beim Erhitzen karamellisiert.



ROHMILCH
Rohmilch bezeichnet Milch, die unbehandelt direkt vom Hof verkauft wird. Sie hat einen Fettgehalt von 3,5 bis 5 Prozent.



VORZUGSMILCH
Vorzugsmilch bleibt – wie Rohmilch - unbehandelt, ist aber verpackt im Handel erhältlich und ist nur 96 Stunden nach der Gewinnung haltbar. Ihr Fettgehalt liegt bei 3,5 bis 4 Prozent.

Kleinkinder, Säuglinge, Schwangere und Mütter in der Stillzeit sollten Vorzugsmilch nur gekocht zu sich nehmen. Beim Kochen gehen jedoch auch Vitamine verloren.



BIOMILCH
Für die Erzeugung von „Bio-Milch“ gelten strenge Regeln:

Für Bio-Landwirte sind artgerechte Tierhaltung, ökologisch angebautes Futter und reduzierter Medikamenteneinsatz vorgeschrieben.

Um Biomilch haltbar zu machen, wird sie lediglich pasteurisiert, wobei die Temperaturen nie 74°C übersteigen. So werden Keime zerstört, die vielen Vitamine bleiben aber zum größten Teil wie der frische Geschmack der Milch erhalten.

Molkereien dürfen keine Zutaten verwenden, die aus gentechnisch veränderten Organismen oder mit deren Hilfe hergestellt wurden. Der Einsatz von naturidentischen oder künstlichen Aromen und die Zugabe von synthetischen (künstlich hergestellten) Vitamine ist ebenfalls verboten.



KONDENSMILCH
Kondensmilch (oder auch „Kaffeesahne“) wird aus Kuhmilch hergestellt. Hierfür gibt es verschiedene Verfahren: Pasteurisieren, Fallstromerhitzen, Ultrahocherhitzen oder Sterilisieren. In allen Fällen, wird die Milch erhitzt und damit werden die Keime in diesem Naturprodukt reduziert. Manche Kondensmilch kann so – ungeöffnet - bis zu sechs Monate haltbar sein.



ZIEGENMILCH
Viele Menschen, die Kuhmilch nicht so gut vertragen, kommen sehr gut mit Ziegenmilch zurecht: Sie ist durch ihren Eiweißaufbau und die Fettverteilung bekömmlicher als Kuhmilch. Sie enthält weniger Eiweiß, Milchzucker und Fett als Kuhmilch, dafür mehr Spurenelemente und Mineralstoffe wie Phosphor, Calcium, Chlorid sowie Vitamine.

Erwachsene finden den besonders „ziegigen“ Geruch und Geschmack von Ziegenmilch manchmal gewöhnungsbedürftig und greifen lieber zu Ziegenkäse. Kinder mögen die Ziegenmilch meist sehr gern.



SCHAFMILCH
Schafsmilch ist deutlich „mächtiger“ als Kuhmilch: Ihr Fettgehalt liegt bei sieben, der Eiweißgehalt bei fünf bis sechs Prozent

Schafmilch tranken schon die Hirtenvölker im Altertum: Es heisst sogar, dass das biblische „Opferlamm“ daher kommt, dass kleine Lämmer geschlachtet wurden, damit die Mutterschafe gemolken werden konnten.

In der Nordeuropäischen Küche spielt Schafmilch kaum eine Rolle – lediglich Schafskäse wird reichlich genossen.



BÜFFELMILCH
Büffelmilch hat einen doppelt so hohen Fettgehalt, wie normale Kuhmilch. Sie ist außerdem reicher an Kalzium, Eisen, Phosphor und Vitamin A.

In der hiesigen Küche wird kaum Büffelmilch getrunken. Echter Mozzarella wird jedoch aus Büffelmilch hergestellt.



STUTENMILCH
Stutenmilch enthält unter anderem etwa ein Prozent Fett sechs Prozent Milchzucker (Laktose) und zwei Prozent Eiweiß. Wir kennen Stutenmilch vor allem aus der Kosmetik.



MÄUSEMILCH
Mäusemilch ist die teuerste Milch der Welt: Für einen Liter Mäusemilch, müssen rund 4000 Mäuse gemolken werden. Daher kostet ein Liter davon rund 20.000 Euro.



SOJA-MILCH
Soja-Milch ist genau genommen keine Milch: Hierfür werden Sojabohnen in Wasser eingeweicht und vermahlen. Daher darf dieses pflanzliche Getränk in Deutschland nur als „Soja-Drink“ verkauft werden.

In Österreich hat sich dennoch der Begriff „Soja-Milch“ durchgesetzt – vergleichbar mit der „soy milk“ in der englischen Sprache.



GETREIDE-MILCH
Für Getreidemilch gilt dasselbe wir für Soja-Milch: Sie ist keine Milch im eigentlichen Sinn. Getreidemilch kann aus Hafer, Dinkel, Roggen oder Einkorn hergestellt werden.



KOKOSMILCH
Die "Kokosmilch" entsteht nicht in der Nuss, sondern ist ein Gemisch aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss und frischem Kokoswasser.

Das feste, weiße Fleisch wird mit heißem Wasser püriert und die Mischung dann durch ein Tuch gepresst.



MUTTERMILCH
Ungefähr 24 Stunden nach der Geburt beginnt die weibliche Brust damit, vermehrt Milch zu produzieren. Muttermilch enthält ca. vier Prozent Fett, sieben Prozent Kohlehydrate und 1,5 Prozent Eiweiß. Sie sollte nach dem Abpumpen nicht länger als 48 Stunden im Kühlschrank gelagert werden.




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