Schon früher wurde das Stiefmütterchen zu Heilzwecken eingesetzt. Zweck und Methode änderten sich dabei nur wenig.
Die alten Römer (sehr dem Wein zugetan) mochten das Stiefmütterchen, wenn der Kater plagte.
Hieronymus Bock (ein Botaniker aus dem 16.Jahrhundert) sah es ähnlich und empfahl das Stiefmütterchen gegen Kopfschmerzen und Entzündungen der Leber.
Matthiolus (ein italienischer Arzt derselben Zeit) verschrieb das Stiefmütterchen gegen Husten, Augenentzündungen jnd zur Beruhigung bei Schlafstörungen.
Hildegard von Bingen verordnete Veilchensaft in Kombination mit anderen Drogen äußerlich gegen Augenerkrankungen oder mit Olivenöl und Bockstalg zu einer Salbe verrührt, gegen Kopfschmerzen, Krebs und Geschwüre.
Was exotisch klingen mag, ist gar nicht so weit weg: Heute kennen wir Veilchenpastillen gegen Halsschmerzen. Auch Sebastian Kneipp riet zu einem Veilchentee bei Husten und Halsschmerzen. Bei Hautproblemen hilft ein Stiefmütterchenbad und in der Aromatherapie sorgt der Veilchenduft für Beruhigung.