Ebenso, wie der Marillenbaum bei ein bisschen zu spätem Frost komplett die Ernte verweigert, so eigensinnig bleiben die herrlich-aromatischen Früchte nach der Ernte.
Zu früh geerntet, kann man mit den steinharten und faden Aprikosen Golf spielen: Die Früchte reifen – anders als viele andere Obstsorten - auch nicht nach. Werden sie zu spät vom Baum geholt, hält man Aprikosenmus in der Hand. Nur im richtigen Moment geerntet, sind Aprikosen saftig, süß und wunderbar aromatisch.
Aber wehe dem, der die Frucht weit transportieren will: Bei jeder Berührung mit der Außenwelt, riskiert die Frucht einen Riss in der Schale, wird das Fruchtfleisch weich und weicher. Bald ist es braun und die Fruchtfliegen beginnen die Früchte zu umkreisen.
Zu Hause angekommen, will die Aprikose unter keinen Umständen in den Kühlschrank! Dort verderben die Früchte erstaunlicherweise noch schneller als bei Zimmertemperatur. Damit die weichen Aprikosen sich nicht mit ihrem Eigengewicht gegenseitig zerdrücken, sollten sie auch nicht in einer Schale liegen. Besser flach und nebeneinander auf einem Teller.
Um die Aprikosen-Saison ein bisschen zu verlängern, können die Früchte eingefroren und getrocknet werden. Oder man macht gleich Marmelade daraus.