Auf Lateinisch heißt der Mönchspfeffer "agnos castus" = das keusche Lamm. Und das mit gutem Grund: Den Früchten wird eine libidovermindernde Kraft nachgesagt.
Im Mittelalter wurden die Früchte des Mönchspfeffers – man spricht in Anlehnung an die lateinische Bezeichnung auch von Keuschlammfrüchten - zur Unterstützung der Enthaltsamkeit der Mönche eingesetzt.
In Klöstern züchtete man häufig den bis zu fünf Meter hohen Strauch mit den schönen blauen Blüten. Die daraus entstehenden Steinfrüchte, die nachweislich Einfluss auf den Hormonhaushalt des Menschen haben, verwendeten die Mönche als Anaphrodisiakum, also zur Dämpfung ihrer sexuellen Begierden.